Wer den Doktortitel trägt, hat ein Höchstmaß an fachlicher Kompetenz nachgewiesen. Ein Kredit für die Promotion sorgt für die nötige finanzielle Flexibilität, um sich den Forschungen widmen zu können.

Kredit für die Promotion – Finanzierungsbedarf für Doktoranden

Der Nachweis höchster fachlicher Kompetenz kann nur durch wissenschaftliche Forschung erbracht werden. Während der Promotion muss der zukünftige Doktor nachweisen, dass er nicht nur bestehendes Fachwissen einsetzen kann. Während der Promotionszeit ist der Nachweis zu erbringen, aus dem bestehenden Wissen und eigenen Forschungen, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Nicht für jedes Fachgebiet ist der benötigte finanzielle Rahmen gleich.

Ein Kredit für die Promotion, im Rahmen geisteswissenschaftlicher Forschungen, muss in erster Linie die Kosten für notwendige Literatur und die Lebenshaltungskosten decken. Kreditmöglichkeiten können über staatliche Promotionskredite, Promotionsstipendien und privatwirtschaftliche Kreditangebote gedeckt werden. Problematisch an den vergleichsweise neuen staatlich geförderten Krediten zur Promotion ist die mangelhafte finanzielle Ausstattung. Um später den Titel Doktor der Rechtswissenschaften (Dr. jur.) oder Doktor der Philosophie (Dr. phil.) zu tragen, mag das Geld ausreichen.

Anders sieht es aus, wenn beispielsweise ein Quantenforscher promovieren möchte. In diesem Fall muss die theoretische Arbeit durch praktische Forschungen ergänzt werden. Die Lebenshaltungskosten sind bei derartigen Forschungsprojekten nur ein „subatomarer Bruchteil“ es benötigten Finanzierungsbedarf für die Arbeit. Ein Versuchsaufbau, um eine These zu untermauern, kann bereits mehrere Millionen Euro kosten. Kein normaler Privatmann, wäre in der Lage solche Forschungen aus eigener Tasche oder durch einen Kredit für Promotion zu finanzieren.

Staatlich gefördert zum Doktor avancieren

Der staatliche Förderkredit für die Promotion ist der Studienkredit 174 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Förderungsfähig sind das erste Studium, das Zweitstudium, postgraduale Studiengänge und die Promotion. Die Auszahlungsbeträge beim Kredit für die Promotion können zwischen 100 und 650 Euro im Monat betragen. Der dafür zu entrichtende Zinssatz richtet sich nach dem EURIBOR. Gegenwärtig, Stand Dezember 2013, lautet der variable effektive Jahreszins 3,16 Prozent.

Wer hofft, für die eigene Promotion mit diesem Geld auskommen zu können, sei gewarnt. Die Universitätsbibliothek liefert nur selten die gewünschte aktuelle Literatur, wenn sie für die Promotion gebraucht wird. Die Bestände sind oft veraltet, aktuelle Schriften und Veröffentlichungen sind vergriffen. Die Literaturkosten können, müssen sie selbst bezahlt werden, schnell ausufern.

Alternativen die Doktorarbeit zu finanzieren

Die einfachste Möglichkeit um zu promovieren ist die Mitarbeit am Lehrstuhl. Der Zugang zur Literatur ist über den Account des Lehrstuhls einfach und kostenfrei. Sind Versuchsaufbauten notwendig, so finanziert der Lehrstuhl die Forschungsprojekte aus eigenem Budget. Besonders praktisch erweist sich die Nutzung der bezahlten Arbeitszeit. Für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (WisMit) teilt sich die Arbeitszeit für den Lehrstuhl auf.

Einen Teil der Arbeitszeit darf ein WisMit seiner Promotion widmen. In dieser Zeit ist er von Lehrstuhlarbeiten befreit und forscht auf Kosten des Lehrstuhls an neuen Erkenntnissen. Ähnliche Angebote, die Arbeit im Fachgebiet und Promotionsmöglichkeiten eröffnen, bieten sich auch in der Industrie. Wer diesen Weg einschlägt, der wird erst ganz am Ende einen Kredit für die Promotion in Anspruch nehmen müssen. Die Dissertation muss als Abschluss des Promotionsverfahrens veröffentlicht werden.

Die Veröffentlichung der Dissertation muss, abhängig von der gültigen Promotionsordnung, zumeist als gebundenes Buch erfolgen. Etwa 5.000 Euro stellten günstige Verlage dafür in Rechnung. Der Kredit für die Promotion, zur Deckung der Verlagskosten, kann über eine Geschäftsbank und über Smava oder Auxmoney finanziert werden.

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