Ratgeber: Umschuldung vom Dispokredit

Dispo- oder Ratenkredit? Was ist sinnvoller
Dispo- oder Ratenkredit? Was ist günstiger?

Das Geschäft mit den Dispositionskrediten ist für die Banken attraktiv. Sie verlangen von den Kontoinhabern bei Inanspruchnahme des Dispos Zinsen, die fernab der Realität sind. Verbraucher, die aktuell ihren Dispo nutzen zahlen Zinsen in Höhe von durchschnittlich zwölf Prozent. Das ist kaum vorstellbar, denn der Refinanzierungssatz für die Banken liegt bei 0,25 Prozent. Beinahe könnte dahinter Zinswucher stecken. Für die Banken war trotz aller Kritik der Verbraucherschützer bisher kein Anlass, an der Zinspolitik etwas zu senken. Verbraucher haben ja theoretisch die Möglichkeit, die Bank zu wechseln, wenn ihnen der Dispo zu teuer ist. Davor scheuen sich viele Verbraucher und alles bleibt, wie es ist. Die Verbraucher lassen sich mit dem Dispo regelrecht abzocken.

 

Vorteile des Dispositionskredites

Banken richten den Dispo entweder automatisch mit Einrichtung des Girokontos ein oder auf Antrag. Die Höhe des Rahmenkredites bewegt sich im Durchschnitt bei drei Nettomonatseinkommen. Wer 2000 Euro verdient, bekommt problemlos einen Dispo in Höhe von 5.000 oder 6.000 Euro eingerichtet. Der Dispo bietet den Vorteil, dass er einmalig vonseiten der Bank eingerichtet, immer bereitsteht. Dadurch haben Kunden die Möglichkeit, kurzfristige Engpässe in ihrer Liquidität zu überbrücken. Die Beanspruchung des Dispos kann innerhalb des bereitgestellten Verfügungsrahmens beliebig erfolgen. Wie die Rückführung erfolgt, bestimmt der Kunde allein, Vorschriften gibt es nicht. Solange der Dispo in Nutzung ist, fallen die entsprechenden Zinsen an.

Viele Verbraucher nehmen ihren Dispo regelmäßig in Anspruch. Es gibt sogar welche, die bestreiten ihre Lebenshaltungskosten aus dem Dispo, weil sie ihn als zweites Einkommen betrachten. Die sind dann aber irgendwann nicht mehr in der Lage, mit ihrem laufenden monatlichen Einkommen den Dispo auszugleichen. Dispofalle nennt sich das Ganze und ist richtig gefährlich, weil es der Eintritt in die Schuldenfalle sein kann. Sobald die Inanspruchnahme des Dispos höher ist, als das monatliche Einkommen, wird es schwierig, ihn auf Null zurückzuführen. Es erfordert sehr viel Disziplin vom Kontoinhaber.

 

Wann sollte der Dispo genutzt werden

Der Dispositionskredit als solcher ist eine praktikable Einrichtung. Mit ihm lassen sich kleinere Anschaffungen bezahlen, wenn kein Guthaben auf dem Girokonto vorhanden ist. Die Inanspruchnahme des Dispos für solche Ausgaben ist immer dann zu empfehlen, wenn der Dispo in den folgenden drei Monaten problemlos wieder ausgeglichen werden kann. Bei der Bank besteht keine Pflicht das zu tun, das Konto kann auch dauerhaft im Soll geführt werden. Dann zahlt der Verbraucher jedoch die hohen Zinsen und die Bank verdient jeden Tag, ohne etwas tun zu müssen. Für bestimmte Anschaffungen ist es von daher ratsam, von vornherein einen günstigen Kleinkredit aufzunehmen.

 

Vorteile Kleinkredit

Um einen sehr günstigen Kleinkredit zu bekommen, empfehlen wir Verbrauchern, vorab einen kostenlosen Kreditvergleich anzustellen. Der Kreditvergleich zeigt, wo es günstige Kreditangebote gibt. Für kleinere Anschaffungen wie Möbel oder Elektronikartikel gibt es direkt im Handel gelegentlich Angebote mit einer Null-Prozent-Finanzierung. Das sind Kredite, die keine Zinsen kosten und dadurch allemal günstiger sind, als der teure Dispo.

Kleinkredite bieten darüber hinaus den Vorteil der festen monatlichen Raten und der vollständigen Rückführung innerhalb der Laufzeit des Kredites. Besonders Verbraucher, denen es schwerfällt sich zu disziplinieren, sollten sich für einen Kleinkredit entscheiden, wenn sie Anschaffungen tätigen, die sie nicht in bar bezahlen.

Mit einem Kleinkredit den Dispo ablösen

Verbraucher, die bereits in der Dispofalle stecken, können das Problem lösen. Sie sollten einen Kleinkredit aufnehmen, um den teuren Dispositionskredit damit abzulösen. Auf diese Art lassen sich Zinsen sparen und es ist absehbar, wann die Schulden erledigt sind. In der Folgezeit ist dann jedoch darauf zu achten, dass das Girokonto nicht wieder im Minus geführt wird, sonst fallen doppelt Zinsen an.

Unser Tipp: Führen Sie ein Haushaltsbuch, indem alle Einnahmen und Ausgaben akribisch notiert werden. So kommen Sie unnötigen Ausgaben auf die Schliche, die Sie in Zukunft einfach vermeiden.